Kategorie-Archiv: Allgemein

Einsatzkampagne 2016 / Beginn 16. April 2016 /19.30 dt. Zeit

Eine Chronik der Ereignisse.

Eintrag 1:

März 2016

​In Syrien wird die Waffenruhe weiter fortgesetzt. Der russische Präsident ordnet den Rückzug „seiner Soldaten“ aus Syrien an. Die Aufgaben der Soldaten seien zum größten Teil erfüllt. Offen bleibt, ob nur die Bodentruppen oder auch die Luftwaffeneinheiten abgezogen werden. Nachdem unter Vermittlung der EU ein Waffenstillstand zwischen der Ukraine und den von Russland unterstützten Separatisten ausgehandelt worden war, hatte Russland große Teile seiner im besetzten, ukrainischen Donbass stationierten Militäreinheiten und Milizen nach Syrien abgezogen. Der Abzug war in russischen Medien im Herbst 2015 teilweise offen kommuniziert worden. Auf die Frage, weshalb die Einheiten damals nach Syrien verlegt worden seien, sagte ein Militär: „Weil es dort wärmer ist“. Denkbar ist, dass die nun in Syrien abgezogenen Einsatzkräfte erneut im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden.

IS-Milizen in Palymra und Mossul in der Defensive

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist am Donnerstag 24.März 2016 von syrischen und irakischen Regierungstruppen in die Zange genommen worden. In Syrien rückte die von der russischen Luftwaffe und verbündeten Milizen unterstützte Armee in die Stadt Palmyra vor, was von der UN-Kulturorganisation Unesco begrüßt wurde. Die irakischen Regierungstruppen starteten gemeinsam mit paramilitärischen Gruppen einen Einsatz zur Rückeroberung der Provinzhauptstadt Mossul.

Die syrischen Regierungstruppen seien nach Gefechten mit IS-Kämpfern am Rand von Palmyra in das südwestliche Viertel al-Gharf vorgedrungen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Regierungstruppen wurden demnach von russischen Kampfjets unterstützt. Auch vom Norden aus rücke die Armee auf die Stadt vor. Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova erklärte, Palmyra sei unter der IS-Herrschaft zum „Symbol“ der kulturellen Verwüstung im Nahen Osten geworden, gehöre aber weiter zum Weltkulturerbe.

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​Ein Vertreter des syrischen Militärs sagte, die „schweren Kämpfe“ dauerten an. Auch russische Elitesoldaten seien daran beteiligt, verlautete aus Armeekreisen. Russische Nachrichtenagenturen zitierten einen russischen Militärvertreter mit der Aussage, dass in der Nähe von Palmyra ein russischer Offizier getötet worden sei, der vom Boden aus Hinweise für präzise Luftangriffe gegeben habe. Der Beobachtungsstelle zufolge wurden bei den Gefechten seit Dienstag etwa 40 Dschihadisten und acht regierungstreue Kämpfer getötet. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Organisation sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Die IS-Dschihadisten kontrollierten die Stadt Palmyra, deren antike römische Ausgrabungsstätten zum Weltkulturerbe zählen, seit Mai vergangenen Jahres. In den folgenden Monaten schockierten sie die Weltöffentlichkeit mit der Sprengung antiker Tempel, Gräber und Statuen sowie öffentlichen Hinrichtungen.

Im Irak starteten die Regierungstruppen und verbündete Kämpfer unterdessen eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Mossul. Während der „ersten Phase“ ihres Einsatzes in der nördlichen Provinz Niniwe eroberten die Soldaten nach Angaben der Armee vier Dörfer. Mossul ist die Hauptstadt der Provinz Niniwe. Eine Rückeroberung Mossuls wäre ein Meilenstein für das irakische Militär im Kampf gegen die IS-Miliz. Die Stadt befindet sich seit Juni 2014 in den Händen der Dschihadisten. Unterdessen erklärten die USA und Russland, Regierung und Opposition in Syrien zu direkten Friedensgesprächen im schweizerischen Genf drängen zu wollen. Ziel sei die baldige Bildung einer Übergangsregierung in dem Bürgerkriegsland, teilten US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow sagte, direkte Verhandlungen müssten „baldmöglichst“ beginnen. Kerry sagte nach rund vierstündigen Gesprächen mit Staatschef Wladimir Putin nicht, was bezüglich der Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad vereinbart wurde. Moskau und Washington seien sich aber einig, dass Assad „das Richtige tun soll“, um die Friedensgespräche zum Erfolg zu führen. Weiter sagte Kerry, beide Seiten wollten erreichen, dass bis August ein Entwurf für eine neue syrische Verfassung vorliege. Die Gespräche in Genf unter Vermittlung der Vereinten Nationen waren zuvor ohne Ergebnis vorläufig zu Ende gegangen. Regierung und Opposition verhandelten dort bislang nicht an einem Tisch miteinander. Für den Beginn einer neuen Gesprächsrunde schlug der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura den 9. April vor. Russland gilt als Verbündeter Assads, der Westen unterstützt die gemäßigte Opposition in Syrien. Kerry sagte nun, Washington und Moskau wollten auch, dass bald Gefangene ausgetauscht würden.[/size]

Eintrag 2:

15. Mai 2016 „Shocking Monday“

​Bei Börsianern hat sich das englische Wort crash als Bezeichnung für einen plötzlichen und dramatischen Kurssturz durchgesetzt. Als Paradebeispiel gilt der Zusammenbruch der New Yorker Börse 1929. Damals löste der „Schwarze Freitag“ die Weltwirtschaftskrise aus.

Der „Schwarze Montag“ am 19. Oktober 1987 war der erste Crash nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Dow Jones-Index fiel innerhalb eines Tages um 22,6 Prozent. Der Sturz erfasste alle wichtigen internationalen Handelsplätze. Der Dow Jones hatte sich zuvor innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Einen konkreten Anlass für den Zusammenbruch gab es nach Einschätzung von Ökonomen nicht. Verschärft wurde der Kurssturz durch die zunehmende Automatisierung des Handels.

Im April 1990 sackte der japanische Nikkei-Index um fast ein Drittel ab. Zu den Ursachen zählten Gerüchte über faule Bankkredite für Immobiliengeschäfte und andere Unregelmäßigkeiten im Finanzsektor. Als die Banken die Kreditvergabe drosselten, gerieten viele Unternehmen in Schwierigkeiten und das Land in eine langjährige Rezession. Auch auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA reagierte die Börse mit Panikverkäufen. Binnen weniger Tage brach der deutsche DAX um mehr als 2.100 Punkte ein. Von den wirtschaftlichen Folgen des Attentats waren Luftfahrt und Tourismus besonders betroffen. Anfang 2008 lösten Rezessionsängste tiefe Erschütterungen an den Aktienmärkten aus. An den Börsen verbreitete sich Panikstimmung, auch Frankfurt wurde erfasst. Der DAX stürzte am 21. Jänner um 7,16 Prozent, prozentual der größte Tagesverlust seit den Anschlägen von 2001. Im Herbst ging es dann nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers nochmals steil bergab. Am Montag den 15. Mai 2016 stürzen die Finanzmärkte der Welt abermals. Diesmal trifft es China das vor seiner größten Finanzkrise in der Geschichte steht. Die am Folgetag stattfindende Börsentalfahrt, zieht sowohl den US- als auch den europäischen Markt mit sich in die Tiefe.

EINTRAG 3:

18. April 2016

Russische Truppen besetzen den Süd-Osten der Ukraine, allen voran die Hafenstadt Mariupol.

Russland nutzte die Unruhe an den Finanzmärkten aus, sich durch weitere Eroberungen eine Landverbindung zwischen der Krim und dem eigenen Land zu sichern.

Die Destabilisierung der Ukraine hat in Osteuropa neue Ängste über das russische Vormachtstreben ausgelöst. Der Ruf nach einer Unterstützung der NATO für die osteuropäischen Staaten wird lauter. Die NATO-Kooperation mit Russland ist derzeit ausgesetzt. Doch wie ist die NATO in Osteuropa aufgestellt und welche Maßnahmen hat sie bereits ergriffen, um die östlichen Bündnispartner zu schützen?

Veränderungen durch die Ukraine-Krise

Im Zuge der Ukraine-Krise verstärkte die NATO ihre Präsenz in Osteuropa. Seit dem 1. September 2015 unterstützt die Bundeswehr mit sechs Kampfjets die Luftraumüberwachung über dem Baltikum. Vier Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter wurden dazu mit 170 Soldaten als Besatzung und Wartungspersonal vorübergehend auf den Luftwaffenstützpunkt Ämari nach Estland verlegt. Zwei weitere Jets bleiben in Deutschland in Bereitschaft. Neben Deutschland nehmen bis Ende des Jahres Portugal, Kanada und die Niederlande an dem Einsatz teil. 1949 wurde die NATO von zwölf Staaten gegründet, die wesentliche sicherheits- und verteidigungspolitische Ziele gemeinsam verfolgen. Mittlerweile sind es 28 Mitgliedsstaaten: Seit 1999 gehören Tschechien, Ungarn und Polen dazu, vor zehn Jahren traten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien bei. Seit April 2009 sind auch Albanien und Kroatien Bündnispartner. Damit haben ehemalige Mitglieder des Warschauer Paktes in der NATO eine neue Heimat gefunden, das westliche Militärbündnis ist nach Osten gerückt. Um aus den ehemaligen Sowjet-Staaten NATO-Staaten zu machen, erhalten diese Länder Unterstützung. Ihre Armeen müssen an die Standards der Bündnispartner angepasst werden. In gemeinsamen Manövern üben die Einsatzkräfte zusammen. Nach ihrer Unabhängigkeit mussten die baltischen Staaten ihre Streitkräfte komplett neu aufbauen. Dementsprechend beschränkt sind ihre Bewaffnung und Ausrüstung. Litauen, Lettland und Estland haben selbst keine ausreichenden Luftstreitkräfte. Hier hilft die NATO aus: Das Bündnis übernimmt für diese Länder das sogenannte „Air Policing“. Bei dieser Luftraumüberwachung wechseln sich die verschiedenen Bündnispartner regelmäßig ab. Abfangjäger und Personal sind dafür im Baltikum jeweils zeitweise stationiert. Die NATO hat ihre Präsenz in Osteuropa auch an anderer Stelle verstärkt. Deutschland beteiligt sich an einem Marine-Manöver in der Ostsee, fliegt Aufklärungsflüge über Polen, Rumänien und über der Ostsee. Zudem ist Deutschland am Multinationalen Korps Nordost im polnischen Stettin beteiligt, dessen Einsatzbereitschaft verstärkt werden soll. Derzeit gehören zu dem Korps 180 Soldaten – 60 deutsche und 120 aus Polen und Dänemark. Das Korps soll in die Lage versetzt werden, Landoperationen und -übungen schneller zu planen. Die Zahl der Soldaten soll dafür erhöht werden.

Eine Milliarde US-Dollar

Einzelne Staaten unterstützen die östlichen Länder auch bilateral: US-Präsident Barack Obama kündigte Anfang Juni 2014 „ein starkes Signal des Engagements für die Sicherheit der Bündnispartner“ an. Mit der „European Reassurance Initiative“ stellen die USA eine Milliarde Dollar bereit, um „Alliierte und Partner der NATO“ zu unterstützen. Geplant sei unter anderem eine stärkere Beteiligung der US-Marine an Einsätzen der NATO-Seestreitkräfte. Zudem haben die USA 600 Fallschirmjäger nach Litauen, Lettland, Polen und Estland geschickt. „Das ist vor allem ein Symbol an die Bündnispartner: Wir stehen für euch ein“, sagt Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin.

Die NATO bleibt attraktiv für Staaten in Osteuropa. Bosnien-Herzegowina, Georgien, Montenegro und Mazedonien streben derzeit eine Mitgliedschaft an. Für die NATO ist das allerdings problematisch: Wird ein Mitgliedsstaat der NATO angegriffen, dann gilt das als Angriff auf das gesamte Bündnis, so Artikel 5 des NATO-Statuts. Die Ukraine ist kein Mitglied der NATO und auch kein Beitrittskandidat, auch wenn sich das Land an NATO-Missionen wie beispielsweise in Afghanistan beteiligt. Als Partnerland wird die Ukraine von der NATO bei der Modernisierung seiner Streitkräfte unterstützt. Seit mehreren Jahren gibt es in Kiew NATO-Büros. Das eine informiert die ukrainische Öffentlichkeit über das Bündnis, das andere berät Politik und Militär, unter anderem bei der Modernisierung von Kommandostrukturen.

Die Rolle Russlands

Während die westlichen NATO-Staaten seit dem Aufbrechen des Ostblocks 1989 das Bündnis zunehmend als Sicherheitsorganisation mit politischem Potenzial für eine enge Zusammenarbeit mit Russland sahen, verbanden die östlichen Neu-Mitglieder mit Russland Erinnerungen an Besatzung und Unterdrückung.

Mit diesem wohl wichtigsten globalen Akteur außerhalb des Bündnisses wurde 1997 die NATO-Russland-Grundakte ausgehandelt. Darin heißt es: Die NATO und Russland „werden gemeinsam im euro-atlantischen Raum einen dauerhaften und umfassenden Frieden auf der Grundlage der Prinzipien der Demokratie und der kooperativen Sicherheit schaffen.“ Das Dokument atmet quasi den Geist der Entspannung mit Russland – und verbietet die „permanente Stationierung substanzieller Kampftruppen“ in Osteuropa und im Baltikum. Was das konkret heißt, wurde niemals festgelegt.

Aktionsplan gegen Russland

An diesen Geist jedoch hat man sich bis heute gehalten. Im strategischen Konzept der NATO 2010 wird Russland sogar als Partner definiert. „Die NATO bemühte sich stets um ein gutes Verhältnis zu Moskau“, so Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik. „Die NATO will an dem Dokument festhalten“, sagt die Wissenschaftlerin.

Der aktuellen Krise will die NATO mit einem „Readiness Action Plan“ begegnen, der auf dem Gipfel in Wales beschlossen werden soll. Wird der Plan beschlossen, könnte die NATO zum ersten Mal Truppen in Osteuropa stationieren.

EINTRAG 4:

29. April2016

Trotz der Wirtschaftskrise weitet China seine Militärausgaben um 10% aus. Der Hintergrund ist der sich immer mehr zuspitzende Inselstreit im Südchinesischen Meer. Dabei gerät China neben lokalen Mächten wie Japan und den Inselstaaten zunehmend in Konflikt mit den USA welche ihre Vormachtstellung im Pazifik bedroht sehen.

China erhöht gibt bekannt seine Militärausgaben in diesem Jahr um neun bis zehn Prozent zu erhöhen – dies ist nochmals deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Das kündigte die Sprecherin des Volkskongresses, Fu Ying, am Freitag auf einer Pressekonferenz an, einen Tag vor dem Beginn der Jahressitzung des Nationalen Volkskongresses. Wie schon in den Jahren zuvor wachsen Chinas Militärausgaben damit weiter schneller als das Wirtschaftswachstum des Landes. Der erneute Anstieg fällt aber deutlich höher aus, als von vielen Experten erwartet worden war. Sie hatten mit einer Anhebung der Ausgaben von rund sechs Prozent wie im Vorjahr gerechnet. Der Anstieg bedeutet, dass Peking in diesem Jahr rund 160 Milliarden Dollar für sein Militär ausgeben dürfte. Chinesische Funktionäre begründeten den höheren Anstieg der Ausgaben mit dem nachlassenden Wirtschaftswachstum. Dem müsse sich das Verteidigungsbudget anpassen. Im vergangenen Jahr betrug das Wachstum 6,9 Prozent. Fu Ying verteidigte zudem den Bau von Landebahnen und die Stationierung von chinesischen Luftabwehrraketen auf Inseln im Südchinesischen Meer. Es handle sich dabei nicht um eine Militarisierung. Die Inseln seien „so weit vom Festland entfernt, dass sie ihre eigenen Verteidigungsmöglichkeiten benötigten“. Die Menschen in China seien besorgt und nicht glücklich, wenn die territoriale Unabhängigkeit und die maritimen Rechte des Landes weiterhin ausgehöhlt würden. Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht jedoch 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes, was bei den Nachbarstaaten immer wieder Proteste auslöst.

Chinas beteiligung an Militärmanövern sowie Operationen im Ausland nehmen besorgniseregend zu.

Seit etwa 1990 ist die Zahl der gemeinsamen Manöver mit ausländischen Streitkräften deutlich angestiegen. Darüber hinaus hat China eine deutlich größere Zahl ausländischer Beobachter zu seinen Manövern eingeladen als jemals zuvor. Die Volksbefreiungsarmee will über den verstärkten Austausch von militärischen Fähigkeiten befreundeter Staaten lernen. US-Beobachter haben von 2002 bis 2009 33 multinationale Militärmanöver mit chinesischer Beteiligung gezählt. Im März 2004 kam es bei einem chinesisch-französischen Flottenmanöver erstmals im größeren Umfang zur Zusammenarbeit mit einem europäischen Staat. Anfang des Jahres 2005 übten China und Russland gemeinsam im Manöver „Friedensmission 2005“ auf der chinesischen Halbinsel Shandong: Luft- und Marinelandeeinheiten trainierten mit anderen Waffengattungen die Invasion an einer Küste. Auf beiden Seiten nahmen jeweils fast 10.000 Soldaten teil. Im Hinblick auf den Taiwan-Konflikt besaß das Manöver politische Brisanz, aber sowohl von chinesischer als auch von russischer Seite wurde entgegengehalten, die Übung richte sich ausschließlich gegen Terrorismus und Extremismus. Seitdem werden chinesisch-russische Großmanöver im Jahrestakt ausgerichtet. Im Dezember 2007 wurde erstmals mit Indien ein gemeinsames Anti-Terror-Militärmanöver abgehalten. Erste Manöver mit den Mitgliedern des AESAN-Staatenbunds werden als Versuch gewertet, ein regionales Militärbündnis ins Leben zu rufen. Im Juni 2009 unternahm China in Gabun unter dem Titel „Friedensengel 2009“ erstmals eine gemeinsame sanitätsdienstliche Übung mit einem anderen Staat. Im Juni 2009 erfolgte das erste gemeinsame Manöver mit dem Nachbarstaat Mongolei. Ebenso wie andere Staaten und Staatenbünde, aber außerhalb der multinationalen „Task Force“ geht China seit Ende 2008 militärisch gegen die Piraterie vor der Küste Somalias vor. Dabei handelt es sich um die erste Kampfoperation der chinesischen Marine außerhalb der eigenen Küstengewässer seit dem 15. Jahrhundert. Zwei Fregatten, ein Versorgungsschiff und 70 Mann Spezialeinheiten sind daran beteiligt. Chinesischen Angaben zufolge passierten von Januar bis November 2008 1265 chinesische Frachtschiffe diese Seeregion. Ein Fünftel der Schiffe sei von Piraten angegriffen und sieben aufgebracht worden.

Neben Manövern und Operationen mit anderen Streitkräften haben auch die Entsendung von Delegationen, Militäratachés, Offizieren in Ausbildung und Teilnehmern militärischer Tagungen seit Anfang des Jahrhunderts, insbesondere nach Südamerika und Afrika, erheblich zugenommen. Gleiches gilt für die Besuche chinesischer Militärschiffe in ausländischen Häfen.

Mai 2016

Die USA und Russland laden Regierung und Opposition in Syrien zu direkten Friedensgesprächen im schweizerischen Genf. Ziel dabei Bildung einer Übergangsregierung in dem Bürgerkriegsland, darauf einigten sich Außenminister John Kerry und sein Amtskollege Sergej Lawrow, sowie der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura. Die Gespräche in Genf gehen allerdings selbst unter Vermittlung der Vereinten Nationen ohne Ergebnis zu Ende.

EINTRAG 5:

Juni 2016

Bei einem Anschlag im Herzen Moskaus, dem Bolschoi-Theater, wird am 2. Juni FSB Chef Pafnuti Lwowitsch Tschebyschow durch einen Schrapnell tödlich am Kopf verletzt. Neben ihm kommen knapp 150 Menschen, teils internationalen Gästen ums Leben, darunter eine chinesische Gesandtschaft. Wenige Stunden nach der Explosion wird eine Fahndung nach drei Tatverdächtigen herausgegeben. Sicherheitskreise und Terrorismusexperten gehen davon aus, dass der Anschlag in einem Zusammenhang mit dem Syrieneinsatz steht. Der Sprengsatz wird nach Polizeiangaben von zwei Personen an den Tatort gebracht. Beide Personen, ein Mann und eine Frau, werden durch die Explosion getötet. Nach Aussage von Wladimir Putin sind die Täter weder mit Tschetschenien noch mit der IS in Verbindung zu bringen. Am 4. Juni meldeten russische Behörden, man habe den Selbstmordattentäter identifiziert. Es habe sich um einen 20-Jährigen aus dem Nordkaukasus gehandelt. Nähere Angaben zur Person des Täters wurden nicht gemacht, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Drahtzieher und Mittäter würden noch gesucht.

Am 4. Juni gibt die Agentur Interfax bekannt, das nach drei weiteren Drahtziehern gefahndet wird, und das es sich bei diesen laut Behördenangaben um drei Männer aus dem Irak handeln soll. Diese sollen das Heimatdorf der Attentäter wenige Tage vor dem Attentat besucht haben, und seien dann weiter Richtung georgische Grenze gereist. Es wurden Haftbefehle ausgestellt. Wenige Tage später veröffentlicht die IS ein Bekennervideo in welcher diese die Verantwortung für die Anschläge übernimmt, und in welchem der tschetschenische Rebellenführer Nikolai Iwanowitsch Lobatschewski die zukünftige Integrierung der tschetschenischen Separatisten als Teil des IS bekannt gibt. Russland stoppt in Folge dessen seinen Rückzug aus Syrien, löst das Anti-Terror Bündnis und unterstellt der Nato völliges Versagen im Nah-Ost-Konflikt.

EINTRAG 6

Juli 2016

Deutschland siegt im EM-Endspiel gegen den Überraschungsaufsteiger Island!

Ein erneutes Sommermärchen!

13. August

Moskau und Washington sind sich einig, dass Assad „das Richtige tun soll“, um die Friedensgespräche zum Erfolg zu führen. Russland gilt immer noch als Verbündeter Assads; der Westen unterstützt weiterhin die gemäßigte Opposition in Syrien. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat allerdings erneut einen Rücktritt des umstrittenen syrischen Machthabers Baschar al-Assad als Utopie abgetan. Ein Abgang Assads, wie ihn manche im Westen fordern, werde keinen Erfolg im Kampf gegen Terroristen im Nahen Osten bringen, sagte Lawrow im Schwarzmeerkurort Sotschi am Donnerstag. Nur das syrische Volk könne über das Schicksal Assads entscheiden, meinte er bei einem Treffen mit seinem türkischen​ Kollegen Feridun Sinirlioglu der Agentur Interfax zufolge. Lawrows Sprecherin Maria Sacharowa sagte in Moskau, Russland unterstütze die syrische Regierung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, um „eine totale Katastrophe in der Region“ zu verhindern, und eine „entgültige Lösung“ für den Konflikt zu finden. Russland beliefert die syrische Armee seit knapp einem Jahr mit Waffen und hat nach eigener Darstellung Militärberater in der Region. Westliche Beobachter werfen Assad vor, dass er die russische Hilfe im Bürgerkrieg auch gegen die moderate syrische Opposition und gegen Zivilisten einsetzt.

Russlands „Präsenz“ in Syrien besteht nicht nur aus militärischer Truppen Präsenz, sondern vorallem definiert sie sich in diesen Monaten durch massive Waffenlieferungen an die syrische Regierung, in der Ausbildung des Personals und in der humanitären Hilfe für das syrische Volk, wie Russlands Präsident Wladimir Putin in seinem Interview für die TV-Sender CBS und TBS mitteilte. „Wir gehen von der Uno-Charta aus, das heißt, von den grundlegenden Prinzipien des heutigen Völkerrechts, laut dem jede Hilfe, darunter auch die militärische, ausschließlich den legitimen Regierungen der jeweiligen Länder erwiesen werden kann und darf, mit deren Zustimmung oder auf deren Bitte beziehungsweise auf Beschluss des Uno-Sicherheitsrates“, so der russische Staatschef in einem Gespräch mit US-Journalist Charlie Rose. Das Interview soll von den Sendern CBS, PBS und Bloomberg TV ausgestrahlt werden. Militärische Hilfeleistung für nicht legitime Strukturen steht nicht im Einklang mit den Prinzipien des heutigen Völkerrechts und der Uno-Charta“, fügte Putin hinzu. „Wir unterstützen ausschließlich legale Regierungsstrukturen.“ „In diesem Zusammenhang bieten wir auch den Ländern der Region Zusammenarbeit an. Wir sind bemüht, eine koordinierende Struktur zu bilden“, sagte er. „Ich persönlich habe den Präsidenten der Türkei, den König Jordaniens und Saudi-Arabien informiert. Wir haben auch die Vereinigten Staaten von Amerika darüber informiert.“

20. August 2016

Bei dem versehentlichen Beschuss einer vermeintlichen IS-Schmuggler-Karawane durch eine US- Langstreckendrohne, in der libyschen Wüste, wird eine russische Spezialeinheit vollständig getötet.Russische Truppen besetzen darüber hinaus weite Teile Syriens. Rund 90k Soldaten hat Russland nun in Syrien.Darüber hinaus weiten die Russen ihre Eroberungsabsichten der Ukraine weiter aus.

1.September 2016

Zunehmend durch die Nato in Bedrängnis geraten gründen Russland und China im Vertrag von Shenyang einen neuen Hilfs und Unterstützungspakt im Kriegsfalle.

Oktober 2016 Goldener Oktober.

Der Herbst zieht in Deutschland ein, trotz der unheilvollen Weltpolitik erlebt Deutschland dieser Tage einen der schönsten Oktober in seiner Geschichte.

Dezember 2016

Im Winter des Jahres 2016 treffen sich Russland und die Europäische Union im schweizerischen Lausanne, und beraten über eine Lösung im Ukraine Konflikt.Der „Vertrag von Lausanne“ soll russischen Polizeikräften das Durchsetzen der Waffenruhe im Osten der Ukraine ermöglichen. Im Gegenzug zieht Russland sich Schrittweise aus Syrien zurück.

 

[size=14]Eintrag 7

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Anfang Februar 2017

Nachdem das Jahr 2016 mit einem Hoffnungsstrahl zum Frieden zuende ging verschärft sich Anfang des Jahres 2017 die Lage in der Ukraine erneut. Nachdem russische Geschäftsleute in Donezk in Gefangenschaft geraten, nutzt Russland dieses Ereignis um in der Ukraine-Krise zu intervenieren. Unter der Maßgabe die Ukraine unter russische Protektion zu stellen überqueren im Morgengrauen 90k Soldaten samt Material die Ukrainisch-Russische Grenze und stoßen erfolgreich bis nach Kiew vor. Des Weiteren kündigt Russland an seine Bemühungen gegen den IS weiter voran zu treiben. Die NATO droht Russland nun erstmals auch offen mit Krieg, sollte dieses vom Kurs in der Ukraine nicht abweichen. Es scheint das alle Zeichen auf eine ungewisse und unsichere Zukunft zeigen.

[size=12]Mitte Februar 2017

In Deutschland kommt es zu immer häufigeren Anti-Kriegsdemonstrationen. Vor allen Dingen das Ruhrgebiet als Schmelztiegel der Kulturen macht dieser Tage durch eine immer stärke Antikriegsbewegung Schlagzeilen. Diese zieht sich durch alle Kultur und Gesellschaftsschichten. Dennoch erfolgt auf drängen Frankreichs und Englands mitte Februar die allgemeine Mobilmachung der Bundeswehr. Sowohl Frankreich als auch England hatten diese mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine begonnen. Die Nato verlegt darüber hinaus in großer Zahl, weitere Truppen und Verbände an die Europäisch-Russische Grenze.

Der SPIEGEL schreibt hierzu: “Der Konflikt mit Russland geht in eine völlig neue erschreckende Phase. Auf Druck der Amerikaner, Polen und Balten setzt das westliche Militärbündnis ein Zeichen. Schiffe und Flugzeuge werden nach Osten verlegt. Die Bundeswehr führt eine in der Geschichte der Republik nie dagewesene Generalmobilmachung durch.”

Der Anfang des Jahres 2017 ist in Deutschland geprägt von Güterzügen und Militärkonvoys welche Kriegsgeräte durch die gesamte Republik verschaffen.

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„Das Kriegshandwerk lässt sich nicht abschaffen und die Rüstungen lassen sich nicht einstellen.“, Frühling und Herbst des Lü Bu Wei“ (Chin.Philosoph)

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Disclaimer:

Liebe/r Leser/in, wir veröffentlichen in dem hier gezeigten Thread die nächsten Tage/Wochen schrittweise die Hintergrundgeschichte unserer nächsten Einsatzkampagne. Dass wir dies auf diese Art und Weise umsetzenist ein Teil des gesamten Roleplay und dient Ausschließlich einer höheren Immersion beim tatsächlichen Einsatz. Gerne darf spekuliert werden, auch dürfen eigene Immersionssteigernde Beiträge hierzu beigetragen werden. Wir bitten aber diese Immersion nicht zu sabotieren, deshalb würden wir uns wünschen Diskussionen oder ähnliche Beiträge die nicht Teil des Rollenspieles sind an gesonderter Stelle aufzuführen. Genauere Informationen sowohl über die Kampagne als auch über den Einsatz werden ebenfalls in diesem Thread bekannt gegeben. Wir bitten um Verständnis dass wir hier nicht vor Einsatzbeginn empfindliche Informationen bzgl. des Einsatzes posten, da sowohl im ersten Einsatz als auch in den Folgeeinsätzen immer wieder echte Menschen teilweise gegeneinander spielen. Daher werden Informationen wie Briefing, Lage, Gefechtsfeldaufklärung usw., separat ausgetauscht. Gerne können Clans bei uns um Slots anfragen, dies sollte allerdings außerhalb dieses Threads erfolgen, z.B. über Teamspeak oder die Foren-PM Funktion. Wir bitten höflichst um Verständnis, dass wir aus Gründen der Immersion unsere aktuelle Teilnehmerliste/-Anzahl nicht öffentlich machen möchten.

Wir geben hiermit nochmals zu verstehen das wir dies als Experiment sehen die Immersion und das Spielerlebnis weiter auszubauen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Clanleitung der 6.FschJgKp

Trainingsabend vorbereitung

Hallo !

Du möchtest an unserem Trainingsabend teilnehmen. Das finden wir super ! Die Trainingsabende bei der 6. Fallschirmjägerkompanie sind keine Pflicht, sind auch nicht streng durchorganisiert, sie sind eher eine lockere Runde in der neuen als auch erfahrenen Spielern die möglichkeit gegeben wird sich auszutauschen mit dem Ziel Arma3 auf einem möglichst hohen Simulationsgrad zu spielen, und dabei möglichst Lebend den Einsatzabend zu überstehen.

 

Hier einige Videos die dir dabei helfen sollten einen Einstieg in unsere Spielweise zu finden. (Mit freundlicher Unterstüzung von Jeremiah Rose)

Für Einsteiger:
Grundlagen Tutorial: https://www.youtube.com/watch?v=GuJNhskqIKo&index=24&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Formation und Bewegung: https://www.youtube.com/watch?v=1tDgc6sisgo&index=25&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Task Force Funktutorial: https://www.youtube.com/watch?v=uno01FUIL7c&index=17&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Scharfschützen und Aufklärung: https://www.youtube.com/watch?v=O267uzZ6RyY&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu&index=11

 

Schütze https://www.youtube.com/watch?v=pYAHGa6u-EY&index=8&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

MG-Schütze: https://www.youtube.com/watch?v=PUAMHBOgj8Y&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu&index=5

AT-Schütze: https://www.youtube.com/watch?v=w2wkIO1n3wA&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu&index=6

Gruppenscharfschütze: https://www.youtube.com/watch?v=uoP6oFLQSSI&index=4&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

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Für Fortgeschrittene
CSE Medic System: https://www.youtube.com/watch?v=9gsOrhK7cxs&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Close Air Support: https://www.youtube.com/watch?v=caaKGQoiQoA&index=22&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

UAV Nutzung: https://www.youtube.com/watch?v=tKYLCsU3SQg&index=18&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Scharfschützen und Aufklärung wie wir ihn benutzen: https://www.youtube.com/watch?v=V4NdJsM0nKk&index=10&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu

Medevac im Einsatz: https://www.youtube.com/watch?v=GrdkCUiPL3k&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu&index=3

Navigation im Gelände https://www.youtube.com/watch?v=AUM-RkPUyI4&list=PLQlTkHDXuuEq9JgLbzjTIL2wqMFqt2MLu&index=9

 

Führung und Teamwork

Modset Installationsguide

Hallo ihr möchtet gerne mit uns zusammen Einsätze spielen.
Vorraussetzung ist natürlich einmal die Installation unserer Modsets mit hilfe des Arma 3 Syncer Tools.
Unser Modset  besteht aus drei einzelnen Paketen.

Unserem Basis Modset:
http://repo.fjgkp.de/main//.a3s/autoconfig

Unserem Map Paket 1:
http://repo.fjgkp.de/maps1//.a3s/autoconfig
Dort findest du jede Menge neuer Arma 3 Karten

Und unserem Map Paket 2:
Map Paket 2: http://repo.fjgkp.de/maps2//.a3s/autoconfig
Hier sind die alten Arma I und Arma II Karten enthalten also das All in Arma Map Paket + einiger Importierter Karten.

 

Wie du unsere Modpakete Installieren kannst und woher du das Arma3 Syncer Tool bekommst erfährst du hier:
http://armaworld.de/index.php?thread/391-arma3sync/

 

 

 

Flugfunkbeispiel

Da wir nicht nur am Boden sondern auch in der Luft einen möglichst hohen Simulationsgrad anstreben, und der Einstieg oftmals ziehmlich Steinig ist, soll euch dieses Tutorial dabei helfen die Grundlagen eines Fluges bei der 6. Fallschirmjägerkompanie zu vermitteln.
Flugfunk wird bei uns – anders als der Bodenfunk grundsätzlich in englischer Sprache durchgeführt. Dies ist international aus Sicherheitsgründen festgeschrieben, damit jeder Flieger jederzeit im Bilde darüber ist, was sich in seiner Umgebung abspielt. Eine Ausnahme bilden die französisch-, spanisch-, russisch-, arabisch- und chinesischsprachigen Länder, jedoch nur für die Piloten, die die entsprechende Sprache beherrschen. Für alle anderen ist Englisch verbindlich.

Air2

Auch wir bei der 6. FJgKp wickeln den Flugfunk grundsätzlich auf Englisch ab. Andererseits möchten wir auch niemanden wegen Sprachschwierigkeiten ausschließen und erklären Anweisungen auch gerne auf Deutsch. Wer Schwierigkeiten mit der englischen Sprache hat, dem ist aber trotzdem auf jeden Fall anzuraten, zumindest die auf dieser Seite vorgestellten Sprechgruppen mit ihrer Bedeutung auswendig zu lernen. Sie werden euch im Flugbetrieb ständig begegnen.

Natürlich ist es hier nicht möglich, alle nur denkbaren Varianten des IFR-Flugfunks anzusprechen, aber es soll zumindest ein Grundwissen im Hinblick auf die korrekte Phraseologie vermittelt werden. Übrigens sind Grußformeln am Funk ebenso wie auch bitte und danke eigentlich nicht erlaubt. Hier machen wir, wie die Profis in der Realität auch, gerne eine Ausnahme, denn immerhin ist ein freundlicher Umgang miteinander eine wichtige Regel unserer Community

Zahlen werden Ziffer für Ziffer gesprochen, Ausnahmen sind ganze Hunderter und Tausender, die auch als solche gesprochen werden. Es heißt also zum Beispiel HEADING ONE FOUR ZERO oder FLIGHTLEVEL ONE FOUR ZERO, aber im Gegenzug HEADING TWO HUNDRED und FLIGHTLEVEL TWO HUNDRED. Alle Richtungs-, Höhen- und Geschwindigkeitsanweisungen, das QNH, IFR-Freigaben, Frequenzzuweisungen und Mission ID´s müssen immer wörtlich zurückgelesen werden. Vereinfacht gesagt ist (mit der Ausnahme des Windes) jede Anweisung, die eine Zahl enthält, wörtlich zurückzulesen.

Die gängigsten Phrasen sind hier anhand eines IFR-Beispielfluges von einem Airfield auf der Insel Sahrani mit Namen Foxhole in ein Kampfgebiet welches unter Kontrolle eines Forward Looking Air Operators (FAC) steht, erklärt.

A = Aircraft radio station (Pilot)
G = Ground radio station (Fluglotse)

 

1 An der Parkposition

Zunächst holt der Pilot sich eine ATIS (Automatic Terminal Information Service), bzw. ein Check-in Briefing ab, also einen Wetterbericht und die Abfluginformationen ein notiert den angegeben Luftdruck (QNH) – dieser ist notwendig für eine korrektur des Höhenmessers, allerdings bisher in Arma 3 noch nicht zwangsläufig erforderlich weil die Höhenmessvarianz in Verbindung mit dem Luftdruck noch nicht simuliert wird. Dann wird (sofern im Einsatz vorhanden) der Flugfeld Controller gerufen. Hier gibt es grundsätzlich 3 Staffelungen

  • Ground (Regelt den gesamten Verkehr am Platz einschließlich regulären Fahrzeugen bis zur Startbahn)
  • Tower ( Kontrolliert alle Start & Landebahnen, sowie den nahen Luftraum )
  • Approach (Kontrolliert den Luftraum unmittelbar vor der Landung, er übernimmt die Koordinierung wenn viele Flugzeuge gleichzeitig landen möchten/müssen
  • Radar (Der Radar Controller kontrolliert den gesamten Luftraum eines bestimmten Gebietes – regelt also den normalen Flugbetrieb im regulären Luftraum.

Da Einsatzgrößen und vor allem Kartengrößen grundsätzlich stark limitiert sind, und auch die Anzahl von Fahrzeugen und Luftfahrzeugen hier meist sehr limitiert sind, benutzen wir in der Regel weder einen Approach noch einen Ground Controller. Auch ein Radar Controller kommt bei uns so nicht oder wenn dann nur äußerst selten zum Einsatz, bzw. wird diese Aufgabe in der Regel direkt von einem Senior FAC im Felde übernommen. Die Regulierung am Platz also alle Starts, Landung und Bewegungen am Airfield werden in der Regel direkt vom Tower übernommen.

Kommen wir nun zurück zu unserem Fluggerät. Das Check-in Briefing ist erfolgreich

Nachdem wir uns aktuelle Informationen über den Platz und das Wetter eingeholt haben, kontaktieren wir nun also den Ground (oder aus oben aufgeführten Gründen vielleicht den Tower), und holen uns die Genehmigung für das Anlassen der Triebwerke und für das Zurückschieben vom Terminal. Dabei bekommt er dann auch schon die Streckenfreigabe für den Flug.

*WICHTIG BEI FORMATIONFLÜGEN*
Der Gesamte Funkverkehr erfolgt über die Führungsmaschine.
Der gesamte Sprechfunk wird vom Formationsleader abgewickelt. Die Flügelmänner hören mit und stehen mit dem F-Leader in Whisper-Kontakt. Der Formationsleader meldet sich beim Erstkontakt mit Formationscallsign. Somit weiß der Controller wie er die Formation anzusprechen hat. Sollte dies nicht eindeutig hervorgehen, so ist der Name „Callsign + Formation“ zu gebrauchen.

Bsp.: Formationleader „VIPER01“ =>„VIPER01 Formation“

*WICHTIG BEI FORMATIONSFLÜGEN*

 

2 Streckenfreigabe
A: Foxhol Ground, guten Tag, Spike One formation, Parking Position B8, , request start-up.
G: Spike One formation, Foxhole Ground, hallo, check-in briefing clear, start-up approved, cleared to IP Lützow via WP Jäger & WP Marder. Departure route is 90 degress.
A: cleared to IP Lützow via WP Jäger & WP Marder. Departure route is 90 degress Spike One Formation

Wenn man bereit ist, die Triebwerke anzulassen und die Streckenfreigabe zu empfangen, dann erbittet man ‚Start-up!‘

Sollten wir nun an einem Terminal stehen und in einem Starrflügler sitzen der nicht eigenständig zurücksetzen kann, so erbitten wir den zuständigen controler am Platz uns vom Terminal zurückschieben zu lassen. (Dies kann z.b. per Skript oder auch per spezialfahrzeug erfolgen)

A: Spike One Formation, request pushback.
G: Spike One Formation, pushback approved.
A: Pushback approved, Spike One Formation.

Falls beim Zurückstoßen mehrere Drehrichtungen sinnvoll wären, kann der ATC zum Beispiel mit ‚facing west‘ eine solche vorgeben. Im Normalfall bedarf es einer solchen Angabe aber nicht.

 

 

3 Vor dem Rollen
Jetzt lässt sich der Flieger vom Terminal zurückschieben. Sind danach alle Rollvorbereitungen erledigt, holt sich die Besatzung die Genehmigung für das Rollen zur Startbahn 9, denn sie weiß anhand der Abflugkarten dass die depature route 90 zur Startbahn 9 gehört.

Airfield2

4 Funkbeispiel Ground
A: Spike One Formation, request taxi.
G: Spike One Formation, taxi to holding point runway 9 via N, and N1.

*wichtig* wäre zwischen diesen beiden Punkten noch eine weitere Startbahn, so würde der Controller dies noch hinzufügen zum Beispiel mit den Worten: hold short of runway 24 – also G: Spike One Formation, taxi to holding point runway 9 via N, and N1, hold short of runway 24 in unserem Beispiel. Eigenständig ist niemals eine Startbahn zu betreten oder zu kreuzen.
Der Rollkarte können wir entnehmen, wo sich die angegebenen Rollwege befinden

A: Taxi to holding point runway 9 via N, and N1, Spike One Formation.
G: Spike One formation, contact Foxhole Tower, 113.4, tschau.
A: Contact Foxhole Tower, 113.4, tschüss, Spike One Formation

Mit dieser Anweisung dürfen die Piloten die Bodenfrequenz verlassen und den Frequenzwechsel zu Foxhole Tower auf 113.4MHz (sprich: one one tree decimal 4) durchführen. Mit der Phrase contact ist gemeint, dass die Piloten sich aktiv auf der neuen Frequenz anmelden sollen.

 

5 Funkbeispiel Tower

Im Falle das wir jetzt wie oben Angeführt noch vor dem Holdingpoint einer anderen Startbahn stehen würden würden uns mit den Worten Melden:
A: Foxhole Tower, hallo, Spike One Formation, holding short of runway 24.

Airport1

Mehr Informationen benötigt der Tower nicht! Zielgebiet, Abflugroute und alle weiteren Informationen bekommt er vom Ground-Lotsen.

—Wenn es jetzt noch besagte Landebahn dazwischen geben würde—
G: Spike One Formation, Foxhole Tower, hallo, cross runway 24.
A:
Cross runway 24, Spike One Formation.
—————————————————————————

In unserem Beispiel stehen wir jetzt allerdings schon am Rollhalt der Piste 9, und so funken wir:

A: Spike One Formation, ready for departure.
G: Spike One Formation, line up runway 9 and wait.
A: Line up runway 9 and wait, Spike One Formation.

Diese Phrase erlaubt das Aufrollen auf die Bahn, aber noch nicht den Startlauf.

In der Regel bekommt man gleich nach der Bereitschaftsmeldung (oder sogar schon davor) die Starterlaubnis. Line up gibt es dann, wenn beispielsweise gerade eine Maschine gestartet ist und der Lotse warten muss, bis sie weit genug entfernt ist.

G: Spike One Formation, wind 310 degrees, 9 knots, runway 9, after take of contact Lonewolf Two on 134.6.
A: After Take off contact Lonewolf Two on 134.6, Spike One Formation.

G:Spike one Formation cleared for take-off, gute Jagd.
A: Runway 9, cleared for take-off, Spike One Formation, vielen dank.

Erst nach dem Start (‚When Airborne) wird Radar bzw. der FAC/JTAC gerufen!
Der Wind wird weder zurückgelesen noch bestätigt.

 

6 Nach dem Start
Sobald das Flugzeug sicher im Anfangssteigflug ist, kann der Radarlotse bzw. FAC/JTAC gerufen werden.

 

7 Funkbeispiel Radar (Abflug)
A: Lonewulf Two, guten Tag, Spike One Formation, 2000 m, climbing 5000 m.
G: Spike One Formation, Lonewolf Two, identified, climb FL 230, proceed to Initialpoint Lützow via Waypoint Eifel and Friesland
A: Climb FL 230, proceeding to Initialpoint Lützow via Waypoint Eifel and Friesland, Spike One Formation

 

8 Im Anflug auf das Zielgebiet

X

X

X

X

X

X

 

9 Im Sinkflug

A: Spike One Formation, Foxhole Tower, FL200 descending on 600m
G: Spike One Formation, descend 450m, QNH 1011, expect ILS runway 9.
A: Descend 450m, QNH 1011, roger, Spike One Formation.
G: Spike One Formation, reduce speed 210 knots, number 3 in sequence.
A: Roger, reduce speed 210 knots, Spike One Formation.
G: Spike One Formation, turn right heading 100, cleared ILS runway 9.
A: Turn right heading 100 cleared ILS runway 9, Spike One Formation

 

11 Auf dem ILS
Wir folgen dem Landeskurssender. Ungefähr 10 nm vor der Piste läuft der Gleitpfad von oben ein. Da wir für den ILS-Anflug freigegeben sind, dürfen wir der Gleitpfadanzeige folgen und entsprechend sinken.

12 Nach der Landung

 

Sollten wir nicht schon während des Ausrollens auf der Piste eine Rollanweisung erhalten haben, verlassen wir die Piste am nächstmöglichen Rollweg und bleiben darauf stehen. Erst falls wir nach einiger Zeit noch keine Rollanweisung bekommen haben, melden wir das Verlassen dem Tower.

G: Spike One Formation, taxi to entry N via N3.
A: Taxi to entry N via N3, Spike One Formation.

Die Übergabe zum Vorfeldlotsen würde kurz vor Erreichen von N erfolgen.

 G: Spike One formation to Parkingposition B8  via N3 and N.
A: Taxi to parkinposition B8 via N3 and N, Spike One Formation.

Nun rollen wir zur Parkposition, ziehen dort die Parkbremse und sind da! Bis zum Erreichen der endgültigen Parkposition hält man Hörbereitschaft auf der Boden- oder Vorfeldfrequenz. Einer Meldung im Stile von on blocks, request engine shutdown bedarf es aber nicht.

Sich für den Service zu bedanken oder einen schönen Abend zu wünschen, ist natürlich nichtsdestotrotz gestattet, sofern es die Frequenzbelastung zulässt.

 

15 Ein Wort zum Schluss
Mit Roger dürfen nur reine Informationen (z. B. identified oder expect runway 26) als verstanden gemeldet werden – niemals aber Anweisungen! Anweisungen werden wortwörtlich zurückgelesen (Readback). Mit Wilco darf der Pilot das Ausführen einer von ATC auferlegten Meldung (Report) mitteilen, z. B. report passing outer marker.